LexisNexis: Partnerschaft mit australischer Kryptobörse Blockbid zur Sicherheitsverbesserung

Der Risikomanagement-Riese LexisNexis hat sich mit der Kryptobörse Blockbid zusammengetan, um die Sicherheitsmaßnahmen der Börse verbessern, wie Blockbid am 4. Juni über Medium berichtete. Blockbid ist Berichten zufolge eine der ersten Handelsplattformen, die freiwillig globale Anti-Geldwäsche (AML)-Maßnahmen beobachten, indem sie mit den Sicherheitstechnologiefirmen LexisNexis und ThreatMetrix zusammenarbeitet.

Die Lösung mit dem Namen "Trade with Confidence" soll verhindern, dass Krypto bei Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Menschenhandel und anderen illegalen Aktivitäten verwendet wird. Damit sollen die Betrugs- und Know Your Customer (KYC)-Maßnahmen in Bezug auf Banken verstärkt werden.

Laut dem Blogeintrag soll die seit Kurzem angewendete Technologie der Börse Blockbid aus Melbourne physische und digitale Identitätsdaten, von der Regierung ausgegebene Identifikatoren, Adressen und Biometrie mit Geräte-Identifikation, Geolokalisierung, Verhaltensanalyse und Gefahrenerkennung kombinieren.

Thomas C. Brown, leitende Vizepräsident für die US-Handelsmärkte und globale Marktentwicklung bei LexisNexis Risk Solutions, sagte, dass das "Trade with Confidence"-System das Vertrauen der Öffentlichkeit stärken würde, indem die gleichen regulatorischen Instrumente wie bei großen Banken eingesetzt werden.

"Die Implementierung ähnlicher Kontrollen, wie es sie bei den größten Banken der Welt gibt, stärkt die Glaubwürdigkeit von Kryptowährungsbörsen aus Sicht der Regulierungsbehörden und schafft unter Verbrauchern Vertrauen. Letztlich bilden diese Schutzmaßnahmen eine solide Grundlage, auf der Blockbid und andere Unternehmen profitabel wachsen können."

LexisNexis Risk Solutions aus den USA wurde in den 1970er Jahren als Tochtergesellschaft der globalen Informations- und Analysefirma RELX Group gegründet (LSE: REL/NYSE: RELX). Die Firma hat laut ihrem LinkedIn-Profil aktuell etwa 10.000 Mitarbeiter.

Regulierungsbehörden und Regierungen haben bezüglich Krypto Bedenken geäußert, da sie mutmaßlich für Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche und andere illegale Aktivitäten verwendet werden. Anfang des Jahres bezeichnete ein US-Kongressabgeordneter Kryptowährungen als "Schwachsinn" und erklärte, dass sie nur für für illegale Aktivitäten verwendet werden könne. Letzte Woche veröffentlichte die niederländische Regierung einen Bericht, in dem sie zwar feststellte, dass Krypto zwar ein geringes Risiko für das Finanzsystem des Landes darstellt, aber dennoch zur Finanzierung illegaler Aktivitäten verwendet werden könnte.

Das Hongkonger Ministerium für Finanzdienstleistungen und Finanzen (FSTB) hat am 1. Mai wiederum einen Bericht veröffentlicht, laut dem Kryptowährungen keine sichtbaren Auswirkungen auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung haben. Heute Morgen hat ein ehemaliger US-Bundesanwalt in einem Interview erklärt, dass kriminelle Aktivitäten eher mit Papiergeld als mit Krypto finanziell gefördert werden.

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