Malta vergibt neue Lizenz für „Krypto-Wirtschaftsberater“

Die maltesische Finanzmarktaufsicht MFSA hat die 14 ersten Zulassungen an sogenannte Krypto-Wirtschaftsberater vergeben, wie am 2. April in einer offiziellen Mitteilung der Behörde bekanntgegeben wurde.

Dieser Schritt kommt fünf Monate nachdem das Gesetz für Virtuelle Vermögenswerte (VFA) auf Malta in Kraft getreten ist. Wie die Times of Malta berichtet, wurden mehr als 250 Anträge von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern gestellt, um die neue Lizenz zugesprochen zu bekommen. Allerdings sind davon allein schon zwei Drittel im vorgeschalteten Prüfungsverfahren gescheitert.

Lediglich 28 Anträge wurden daraus in Betracht gezogen, wovon 14 letztendlich angenommen wurden, hier gilt es vereinzelt aber noch „kleinere Details“ zu korrigieren. Die Aufsichtsbehörde gibt an, dass ihre Mitarbeiter die Krypto-Wirtschaftsberater dabei unterstützen sollen.

Laut der MFSA ist es die Aufgabe der neu lizensierten Wirtschaftsberater, dass diese Krypto-Unternehmen dabei helfen, ein gesetzeskonformes Geschäftsmodell aufzustellen und ordnungsgemäße Anträge an die Aufsichtsbehörde weiterzureichen. Die Krypto-Berater sollen dabei besonders auf die Einhaltung der Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung achten.

Die Finanzmarktaufsicht nennt diesen Schritt in ihrer Mitteilung „einen wichtigen Meilenstein, um eine vorbildliche Aufsichtsbehörde“ für die Kryptobranche zu werden. Erklärtes Ziel ist es, dadurch die Marktintegrität zu stärken und das öffentliche Interesse an Kryptowährungen zu fördern.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, haben maltesische Banken allerdings noch Vorbehalte bei der Zusammenarbeit mit Krypto-Unternehmen. Die Times of Malta hat eine entsprechende Umfrage durchgeführt, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass die heimischen Banken es verweigern, Konten für die entsprechenden Firmen zu eröffnen, da dies ihren „Mut zum Risiko“ überschreiten würde.

Silvio Schembri, der maltesische Staatssekretär für Finanzdienstleistungen, erklärte gegenüber der Times of Malta, dass die Banken zunächst wohl abwarten wollen, welche Unternehmen tatsächlich eine Zulassung durch die MFSA erhalten.

Die maltesische Regierung will ihr Land zur „Blockchain-Insel“ machen, durch entsprechende Maßnahmen konnten schon mehrere große Krypto- und Blockchain-Unternehmen angelockt werden. So haben sich zuletzt auch die großen Kryptobörsen OKEx, Binance und BitBay auf Malta angesiedelt.