Chinesische Zentralbank meldet Fortschritte bei eigener Digitalwährung

Chinas Zentralbank, die People's Bank of China (PBoC), berichtet, dass sie mit der Entwicklung einer von der Regierung unterstützten digitalen Währung "reibungslos" vorankommt.

Die Bank gab ihre Erklärung in einer am 5. Januar veröffentlichten, offiziellen Pressemitteilung zu ihrer Arbeitskonferenz in Peking vom 2. bis 3. Januar heraus.

Fünf Jahre Vorbereitung

China hat fünf Jahre Forschungs- und Systementwicklungsarbeit für seine kommende digitale Zentralbankwährung (CBDC) aufgewendet und im Dezember 2019 das erste reale Pilotprojekt für die Währung durchgeführt.

Als eine Art digitales, gesetzliches Zahlungsmittel - und im Gegensatz zu einer privaten, dezentralen Kryptowährung - wird die CBDC von der PBoC kontrolliert und zu 100% durch die Reserven gesichert, welche kommerzielle Institutionen an die Institution zahlen.

Die PBoC gab ihre kurze Erklärung über ihre Fortschritte mit dem digitalen Yuan im Rahmen einer Konferenz ab, die dem "Studium und der Umsetzung des Geistes" der Vierten Plenarsitzung des 19. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas im Oktober 2019 und der jährlichen Zentralen Wirtschaftsarbeitskonferenz im Dezember gewidmet war.

Mit Reden von PBoC-Präsident Yi Gang und dem Sekretär der Kommunistischen Partei Chinas, Guo Shuqing, fasste die Konferenz die Arbeit der PBoC im Jahr 2019 zusammen und skizzierte die zentralen Aufgaben der Bank für die Weiterentwicklung des "Sozialismus mit chinesischen Merkmalen" im Jahr 2020.

Im Jahr 2020 wird die Bank unter der Ägide des Parteizentralkomitees und des Staatsrates unter anderem "antizyklische Anpassungen" der Geldpolitik vornehmen, finanziellen Risiken begegnen und eine fortschreitende Liberalisierung der Volkswirtschaft verfolgen.

Peking und der globale Blockchain-Sektor 

Die Auswirkungen von Chinas digitalem Reminbi und der staatlich geführten Blockchain-Strategie für die bestehenden dezentralen Protokolle bleiben bislang offen. Analysten beobachten Peking genau, um Hinweise auf seine sich entwickelnde Haltung in Bezug auf Interoperabilität, Zensur, internationale Strategie und Regulierung zu erhalten.

In einem Interview mit Cointelegraph wiederholte Wulf A. Kaal - Ph.D. bei der technischen Beratungsfirma Kaal.io - frühere Äußerungen des Ethereum-Mitbegründers Joe Lubin:

"Wir könnten diskutieren, was 'dezentralisiert' im Falle Chinas bedeutet. Wenn wir uns einig sind, dass 'dezentralisiert' zumindest ein zensurresistentes, autonomes und anonymes Zeichen bedeuten würde, ist es schwer zu erkennen, dass die chinesische Regierung dies erleichtern würde.