Stellvertretender Finanzminister: Russland verabschiedet bald Krypto-Gesetze

Die russische Staatsduma soll in den nächsten zwei Wochen den großen Krypto-Gesetzesentwurf "Über digitale Finanzvermögenswerte" verabschieden, so ein lokaler hochrangiger Finanzbeamter. Die russische, staatliche Nachrichtenagentur TASS berichtete am 19. Juni darüber.

Der stellvertretende russische Finanzminister Alexej Moisejew teilte mit, dass die Staatsduma derzeit den Gesetzesentwurf prüfe und ihn in der zweiten Lesung innerhalb der nächsten zwei Wochen annehmen soll.

Moiseev fügte hinzu, dass die Behörde eine weitere gesetzliche Regelung für Initial Coin Offerings genehmigt habe, die in das russische Gesetz über Crowdfunding übernommen werde.

Russland hat damit dann zwei Gesetze zu Kryptowährungen: das Gesetz über digitale Vermögenswerte und das Gesetz über Crowdfunding, so Moiseev. Er fügte hinzu, dass das Gesetz über digitale Vermögenswerte voraussichtlich in der Fassung für die zweite Lesung genehmigt werde.

Wenn die russische Krypto-Regulierung wie vom Regierungsmitarbeiter erwartet angenommen wird, kommt sie damit der Anordnung des russischen Präsidenten Vladimir Putin nach. Dieser hatte das Land aufgefordert, eine Regulierung der Kryptobranche bis zum 1. Juli 2019 festzulegen.

Vor kurzem hatte TASS berichtet, dass Russland die Annahme von Krypto-Gesetzen aufgrund von einer Anordnung der Arbeitsgruppe für Finanzen und Geldwäsche FATF verschieben musste, da in dem Gesetzesentwurf Schlüsselbegriffe, wie etwa "Kryptowährung", fehlten und weitere Begriffe darin aufgenommen werden sollten.