Die südkoreanische Regierung erwägt den Einsatz von Blockchain für ihr Online-Wahlverfahren, wie die Webseite ZDNet am 28. November berichtet.
Das Ministerium für Wirtschaft und Informationstechnologie sowie die Nationale Wahlkommission (NEC) wollen gemeinschaftlich den Einsatz von Blockchain-Technologie innerhalb des Online-Wahlsystems testen. Diese Testphase soll im nächsten Monat anlaufen und steht unter Führung der koreanischen Behörde für Internetsicherheit (KISA) in Zusammenarbeit mit der Blockchain-Abteilung der Nationaluniversität Seoul.
In dem Bericht heißt es, dass die Blockchain genutzt werden soll, um „Wahlberechtigungen abzufragen und Wahlergebnisse zu speichern“. Dies soll wie folgt umgesetzt werden:
„Der Wahlprozess wird über mobile Geräte und Computer abgewickelt, die Daten werden auf einem Blockchain-Netzwerk gespeichert und alle Wähler können die Ergebnisse in Echtzeit mitverfolgen.“
Nach dem Testlauf will die Wahlkommission eine Entscheidung über die zukünftige Nutzung der Technologie treffen. Zusätzlich sollen später dann auch Künstliche Intelligenz (AI), Big Data und das Internet der Dinge (IoT) in das Wahlsystem implementiert werden.
Ein ähnliches Blockchain-basiertes Wahlverfahren wurde zuletzt im US-Bundesstaat West Virginia erprobt, Cointelegraph hatte am 27. September berichtet. Nachdem die Zwischenwahlen Anfang November abgehalten wurden, gab der Landesinnenminister von West Virginia bekannt, dass 144 Soldaten aus Übersee erfolgreich über die Blockchain-basierte Plattform Voatz an der Wahl teilnehmen konnten.
Im Mai hatte Cointelegraph eine Analyse über die Nutzung von Blockchain-Technologie in Wahlsystemen herausgegeben.
Dieses Jahr haben mehrere Regionen erwägt, Blockchain für Wahlverfahren zu nutzen, darunter die Ukraine, Katalonien und die japanische Stadt Tsukuba. Im Juni hat die Schweizer Stadt Zug, die auch den Beinamen „Krypto-Valley“ trägt, eine Volksabstimmung per Blockchain durchgeführt, wie Cointelegraph am 9. Juni berichtet hatte.
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