Südkorea: Kryptobörse Coinbin meldet Insolvenz an, nachdem Top-Manager Gelder veruntreut hat

Coinbin, eine südkoreanische Kryptobörse, hat nun Insolvenz angemeldet, da sie ihren Kunden fast 30 Mio. US-Dollar schuldet und zahlungsunfähig ist. Dies geht am 20. Februar aus einer Mitteilung des Unterenhmens hervor.

Coinbin hatte zuvor im Jahr 2017 die ehemalige Handelsplattform Youbit aufgekauft. Die jetzige Zahlungsunfähigkeit ist allerdings auf die Taten eines leitenden Angestellten zurückzuführen, der im großen Stil Gelder veruntreut haben soll, wie die englischsprachige Business Korea berichtet. So heißt es in der entsprechenden Mitteilung:

„Wir bereiten unsere Insolvenz vor, da einer unserer Mitarbeiter in Veruntreuung von Geldern verwickelt ist, was unsere Schulden wiederum in eine nicht mehr tragbare Höhe treibt.“

Laut Artikel ist Coinbins Leitender Manager für Kryptowährungen die beschuldigte Person, zuvor hatte dieser noch bei Youbit als Geschäftsführer gewirkt. Youbit musste im Dezember 2017 seinerseits geschlossen werden, nachdem zwei große Hacker-Angriffe eine Weiterführung der Geschäftstätigkeiten unmöglich gemacht hatten.

Der Manager namens Lee soll nun die Privatschlüssel von mehreren hundert Bitcoin (BTC) Wallets veruntreut haben, den Schlüssel für eine Ethereum (ETH) Wallet mit einem Vermögen von 100 ETH will er (nach eigener Aussage) lediglich verloren haben.

Insgesamt fehlen der Kryptobörse damit 26 Mio. US-Dollar, von denen 2 Mio. US-Dollar wohl schon unwiederbringlich verloren sind.

Die neue Hiobsbotschaft kommt im Lichte des anhaltenden Falles der kanadischen Kryptobörse QuadrigaCX, der in der Krypto-Community weiterhin hohe Wellen schlägt.

Nachdem der Quadriga Geschäftsführer im Dezember 2018 plötzlich verstorben ist, schuldet die Kryptobörse ihren Nutzern 190 Mio. US-Dollar an Geldern, die unzugänglich geworden sind. Ein Gerichtsprozess soll die Situation nun aufklären, während die Gerüchteküche zu den Hintergründen weiter hochkocht.