Spanische Autoritäten verhaften 11 Verdächtige eines Krypto-Geldwäscherings

Die Operation 'Tulipan Blanca' (Weiße Tulpe), die von Europol koordiniert und von der spanischen Guardia Civil ausgeführt wird, hat zu der Verhaftung von 11 Personen geführt, die mehr als 8 Mio. Euro über Kryptowährungen gewaschen haben sollen, wie ein Pressestatement von Europol vom 9. April berichtet.

Nach Angaben von Europol ging es bei der Untersuchung um einen kriminellen Ring, der Gelder aus dem Verkauf von Rauschgift über Kreditkarten und Kryptowährungen wäscht.

Die Geldwäscher sollen die illegalen Gewinne in Bargeld abgeholt und dann in kleineren Mengen auf hunderte Bankkonten eingezahlt haben. Sobald das Schwarzgeld im Finanzsystem zirkulierte, musste der Ring dieses nur noch an die Drogenhändler in Kolumbien zurücküberweisen. Danach haben sie sich die Kreditkarten der jeweiligen Konten beschaffen und sind nach Kolumbien gereist, wo sie die Abhebungen tätigten.

Als die Kriminellen feststellten, dass Bargeldabhebungen und Bankgeschäfte leicht nachzuverfolgen sind, schwangen sie auf Kryptowährungen um, vor allem auf Bitcoin. Die Angeklagten haben die illegalen Gelder an einer Börse in Bitcoins eingetauscht und danach in kolumbianische Pesos gewechselt, welche sie noch am gleichen Tag auf Bankkonten in Kolumbien einzahlten.

In Zusammenarbeit mit den finnischen Autoritäten war die Polizei in der Lage, die von den Kriminellen präferierte Krypto-Börse in Finnland ausfindig zu machen und die nötigen Informationen zu sammeln, um die Schuldigen aufzuspüren.

Aktuell verhört die Guardia Civil 137 weitere Personen. Die Untersuchung ergab, dass 8 Mio. Euro über 174 verschiedene Bankkonten gestreut wurden. Laut Europol hat die Organisation ein spezielles Training erhalten, um "den Strafverfolgungsbeamten bei der Identifizierung der Verwendung von Kryptowährungen durch organisierte Verbrecher-Netzwerke zu helfen."

Cointelegraph berichtete heute Morgen, dass das US-Justizdepartement (DoJ) die Webseite backpage.com gesperrt hat, da die Seite für illegale Geldgeschäfte in Kryptowährungen über insgesamt rund 325 Mrd. Euro genutzt wurde.