Drei Krypto-Firmen zur Geschäftsbegründung von Colorados Wertpapierbehörde aufgefordert

Colorados Wertpapierausgeber Gerald Rome soll drei Krypto-Firmen vorgeworfen haben, nicht-registrierte Initial Coin Offerings (ICOs) gefördert zu haben, wie eine Pressemitteilung vom 28. August bestätigt. Bei der Anklage handelt es sich um eine gerichtliche Nachweiseinforderung; dh. die Aufforderung an eine Partei oder eine Einzelperson, eine bestimmte Aktion oder einen Fall zu rechtfertigen, zu beweisen, oder etwas vor Gericht zu erklären.

Die Anklage erfolgt im Zuge der staatlichen Untersuchung in "was zum Trend für vermeintlich betrügerische Firmen geworden ist, die schnell Geld machen wollen", wie es in dem Pressestatement heißt. Die Untersuchungen werden von der Abteilung für Wertpapiere, die zur Abteilung für Regulierungsbehörden (DORA) gehört, durchgeführt.

Die Anweisungen wurden an Bionic Coin, Sybrelabs Ltd. und Global Pay Net (auch bekannt als GLPN Coin und GPN Token) ausgestellt. DORA hatte zuvor auch Aufforderungen für EstateX, Bitconnect Ltd., Magma Foundation und Bitcoin Investments Ltd. eingereicht.

Laut dem Pressestatement machten die Firmen überspitzte und irreführende Statements gegenüber ihren Investoren, was ihre Produkte angeht. Bionic behauptete, "Bionic wird mit Ihrem Geld ohne Mühen wachsen". Die Firma listete auch Forbes als Medienpartner, aber die Ermittler konnten Beweise für die Unterstützung finden. Die Seite behauptete auch, dass Einzelpersonen, welche das Projekt in den Sozialen Medien und Blogs bewerben, bis zu tausend Token per Post erhalten werden.

Sybrelabs versuchte, den Bürgern von Colorado ein nicht-registriertes Wertpapier über eine Art Investmentpool anzubieten, welcher angeblich das Handeln an Krypto-Börsen über einen als "Krypto-Arbitrage-Roboter" ermöglicht.

Global Pay Net verkauft GLPN Coins, welche angeblich eine internationale Finanzplattform auf Blockchain-Basis bieten. Der Pressebericht zitiert eine Beschreibung der GPLN Coins, welche als "vollwertige Vermögenswerte, die den eigenen Anteil am Unternehmen widerspiegeln" bezeichnet wurden, durch welche "Investoren 80 Prozent der Firmengewinne erhalten". Die Seite listet ebenfalls eine Reihe von Krypto-Experten, von denen zwei das Engagement mit dem Projekt abgestritten haben.

Im Mai hatte DORA die Untersuchung von zwei Firmen für das Bewerben unrechtmäßiger ICOs an Colorados Bürger angekündigt. Colorados Wertpapierausgeber sagte auch, dass die kalifornische Linda Healthcare Corp. und die Washington-basierte Broad Investment LLC potenziell Wertpapiergesetze verletzen, indem sie nicht-registrierte ICOs vertreten.

Im Zuge der DORA-Untersuchung fanden die Beamten heraus, dass Linda Healthcare als Unternehmen nicht aktiv ist und das auf der Webseite angepriesene "Mathe-orientiertes Wertsystem" von Colorados Wertpapierausgeber ebenfalls nicht. Laut den DORA-Beamten stellte keine der Firmen Informationen über die Risiken bei Investments in ICOs zur Verfügung.