Britische Polizei berichtet 2,5 Mio. US-Dollar an Schaden durch Krypto-Betrug

Die britische Polizei hat eine Warnung an die Öffentlichkeit abgegeben, bezüglich betrügerischer Aktivitäten im Bereich der Kryptowährungen. Das Volumen des angerichteten Schadens beläuft sich diesen Sommer auf 2 Mio. Pfund (2,55 Mio. US-Dollar), wie aus entsprechender Mitteilung vom 10. August hervorgeht.

In der Mitteilung bezieht sich die Polizeit auf Statistiken von Action Fraud, dem nationalen Zentrum für Betrug und Cyber-Kriminialität. Für Juni und Juli zeigen die Zahlen, dass ein Schaden in Höhe von 2,5 Mio. US-Dollar durch Krypto-Betrug gemeldet wurde. Dabei beläuft sich der durchschnittliche Schaden auf 10.000 Pfund (12.700 US-Dollar) pro Person. Pauline Smith, die Direktorin von Action Fraud, merkt in diesem Zusammenhang an:

„Für jeden, der in Kryptowährungen investiert bzw. investieren möchte ist es wichtig, vorher genauestens die jeweilige Firma zu durchleuchten, in die investiert werden soll. Die Statistiken zeigen, dass Betrüger sich die Vorteile des Marktes zunutze machen und alle erdenklichen Tricks anwenden, um gutgläubigen Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen.“

Oftmals wenden die Betrüger dabei wohl sogenannte „schnell reich werden“ Versprechen an vor dem Hintergrund von Investitionen in Krypto-Mining und Krypto-Handel. Hier wird ein Opfer dazu verführt, sich bei einer Internetseite für eine betrügerische Digitalwährung anzumelden und personenbezogene Daten wie z.B. Kreditkarteninformationen anzugeben, um ein Handelskonto eröffnen zu können. Sobald das Opfer eine erste Einzahlung getätigt hat, wird es gedrängt, weitere Investitionen mit der Aussicht auf Gewinn zu tätigen.

Um Betrug im Bereich der Kryptowährungen zu bekämpfen, hat die Wirtschaftsabteilung der Londoner Polizei, die City of London Police’s Economic Crime Academy (ECA), ein eintägiges Seminar unter dem Namen „Kryptowährungen für Ermittler“ ins Leben gerufen, damit Polizisten auf die Erkennung und den Umgang mit Krypto-Verbrechen vorbereitet werden.

Zuvor hatte die britische Finanzaufsicht, die Financial Conduct Authority (FCA), zwei Warnungen für Krypto-bezogene „Klon“ Unternehmen herausgegeben, die behaupten, durch die FCA zugelassen zu sein. Das eine Unternehmen ist Fair Oaks Crypto, das fälschlicherweise behauptet, Teil der (legitimen) Firma Fair Oaks Capital Ltd. zu sein, während Good Crypto, das andere bezichtigte Unternehmen, anscheinend „falsche oder irreführende Informationen bezügliche einer bestehenden Firma“ herausgibt, in diesem Fall die in London ansässige Arup Corporate Finance.