Vietnam: Geschäftsführer einer Krypto-Mining-Firma klaut 35 Mio. US-Dollar und taucht unter

Der Geschäftsführer des vietnamesischen Krypto-Mining Unternehmens Sky Mining ist angeblich mit Geldern von Investoren in Höhe von 35 Mio. $ abgehauen. Die örtliche Nachrichtenagentur VNExpress veröffentlichte am 29. Juli den entsprechenden Bericht.

Laut VNExpress tauchte Le Minh Tam, der Geschäftsführer von Sky Mining, vor einer Woche ab, scheinbar plante er dabei sämtliches Unternehmensvermögen abzuräumen.

Obwohl Tam bisher noch nicht wieder aufgefunden wurde, hat er sich am Mittwoch in einem Facebook-Eintrag für „alles“ entschuldigt. Als Grund fühert er an, dass die Profitabilität des Unternehmens wegen der Marktvolatilität stark gefallen war.

Weiterhin riet er den Investoren, zum Büro des Unternehmens zu gehen, um ihr Geld einzufordern, danach würde er dann Insolvenz anmelden. Wie VNExpress berichtet, sei der Sky Mining Firmensitz in Ho Chi Minh Stadt allerdings geschlossen gewesen, selbst die Schilder wurden schon entfernt.

Die 600-Mining Mitarbeiter, die normalerweise in einem anderen Gebäude arbeiten, wurden von Personen, die behaupteten „Bauunternehmer zu sein“, weggebracht.

Le Minh Hieu, Vize-Vorsitzender von Sky Mining, hat eine „Sondergruppe” ins Leben gerufen, um betroffenen Anlegern zu helfen und gleichzeitig das Ausmaß der Verluste bzw. der verbleibenden Vermögenswerte aufzuarbeiten.

Hieu gab an, dass er noch keine genauen Informationen zu den Wertanlagen des Unternehmens machen könne, da Tam Aufsicht über die Mining-Server hatte. Die Investoren vermuten einen Schaden in Höhe von 35 Mio. $.

Gegenüber VNExpress meinte Hieu, dass Tam in die U.S.A. geflohen sei und fügt hinzu:

„Unser Aufsichtsrat hat dies bei der Polizei angezeigt und Beweise vorgelegt, dass wir selbst unschuldig sind. Wir gehören auch zu den Opfern.“

Zwanzig der betroffenen Anleger haben ebenfalls Anzeige erstattet, wie die Zeitung berichtet.

Das Debakel folgt nur drei Monate nachdem ein großes Schneeballsystem, das vietnamesische Anleger zur Investition in zwielichtige Initical Coin Offerings (ICO) aufforderte, in sich zusammengebrochen ist. Bis zu 32.000 Personen sollen dabei Geld verloren haben, auch hier flüchteten Firmen-Manager mit unglaublichen 660 Mio. $.

Die vietnamesischen Behörden haben letzte Woche ein Verbot für Unternehmen ausgesprochen, dass diesen untersagt mit Kryptowährungen aktiv zu werden. Im Juli hatte die Zentralbank des Landes ein Einfuhrverbot für Importe im Bereich des Krypto-Minings gefordert.

Last week, authorities in Vietnam banned local companies from engaging in activities related to cryptocurrencies. Earlier in July, the country’s central bank also voiced support for a ban on imports associated with cryptocurrency mining.