Winklevoss-Brüder: Krypto hat größere Innovationskraft als Facebook

Die prominenten Bitcoin (BTC) Fürsprecher Tyler und Cameron Winklevoss, die auch Gründer der Kryptobörse Gemini sind, haben sich positiv zum etwaigen Facebook-Coin geäußert. Gleichzeitig betonen die Zwillinge, dass Kryptowährungen für einen größeren gesellschaftlichen Wandel sorgen werden als die Sozialen Medien. Die entsprechenden Aussagen machten sie am 17. März in einem Interview mit dem britischen Telegraph.

Die Beziehung zwischen den Winklevoss-Brüdern und dem Social-Media Konzern ist bekanntermaßen vorbelastet, da die Zwillinge dem Facebook Gründer Mark Zuckerberg vorwerfen, er habe die Idee für das Soziale Netzwerk während der gemeinsamen Studienzeit in Harvard von den beiden Brüdern geklaut. In einem Vergleich haben die Winklevoss-Zwillinge 20 Mio. US-Dollar und 1,2 Mio. Facebook Anteile zugesprochen bekommen, letztere sind mittlerweile 199,2 Mio. US-Dollar wert.

Nachdem Tyler und Cameron Winklevoss schon länger in der Kryptobranche aktiv sind, scheint jetzt auch Zuckerberg Gefallen an der neuen Technologie zu finden, so gibt es schon seit längerem das Gerücht, dass Facebook einen geheimen Stablecoin plant, der als Zahlungsmittel in den Messenger-Diensten WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram verbaut werden soll.

In ihrem Interview mit der Zeitung The Telegraph zeigten sich die Zwillinge nun scheinbar versöhnlich, so meinte Cameron, dass der etwaige Facebook Stablecoin eine „wirklich tolle“ Entwicklung für die Kryptobranche sei. Auch Tyler findet es „cool“, dass Zuckerberg nun in ihren Markt eintritt.

Allerdings prognostizieren die Zwillinge wagemutig, dass sie der Innovationskraft der Krypto-Technologie einen noch viel größeren Einfluss auf den gesellschaftlichen Wandel bescheinigen als den Sozialen Medien. Cameron erklärt dahingehend, dass Kryptowährungen den Transfer von Mehrwert ermöglichen, wodurch sie neue Märkte schaffen, was viel, viel wichtiger sei, als Fotos zu teilen. Tyler ergänzt:

„Das hat zwar auch einen gewissen Stellenwert, da Leute sich miteinander vernetzen wollen, aber wenn man Geld übertragen und Mehrwert schaffen kann, dann ist das noch viel bedeutsamer.“

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, kamen die Gerüchte bezüglich einer Facebook Kryptowährung erstmals im Dezember 2018 auf, diesen Februar sickerten dann weitere unbestätigte Details über das geheime Projekt durch.

Der russische Messenger-Dienst Telegram hat zuvor schon ähnliche Pläne verfolgt, so will dieser ebenfalls Krypto- und Blockchain in seinen Service integrieren.

Die Winklevoss-Zwillinge haben ihrerseits schon mehrere Projekte in der Kryptobranche angeschoben, darunter nicht nur die oben genannte Kryptobörse, sondern auch eine Trading-App und einen eigenen Stablecoin. Die Brüder sprechen sich des Weiteren auch für eine klare Regulierung der Branche aus. Einer der Gründe dafür könnte sein, dass sie sich mit dem Bitcoin-Unternehmer Charlie Shrem schon seit längerer Zeit in einem laufenden Gerichtsprozess befinden.