Wirtschaftsministerin von Österreich lehnt generelle Blockchain-Regulierung ab

Die österreichische Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck hat auf dem ANON Blockchain Summit in Wien einer generellen Regulierung von Blockchain-Technologie eine Absage erteilt, berichtete Trending Topics am 2. April.

Während eines Diskussions-Panels mit Erhan Korhaliller, CEO der Blockchain-Firma EAK Digital, Jozef Vasak von der Europäischen Kommission und Marta Piekarska von Hyperledger zeigte sich Margarete Schramböck gegenüber Blockchain-Innovationen sehr aufgeschlossen.

Die Ministerin, welche früher den Mobilfunkanbieter A1 leitete, hätte sich auf dem Event zwar für eine Regulierung von Kryptowährungen ausgesprochen, dies in Bezug auf Blockchain-Technologie allerdings eingeschränkt. “Wir brauchen keine Regulierung für Blockchain”, wird Schramböcks Diskussionsbeitrag zitiert.

Laut Meinung der Ministerin habe Europa “eine starke Tendenz zur Überregulierung”. Später sei man dann aber “überrascht, dass es in den Top 10 weltweit keine europäischen Unternehmen mehr gibt.”

Schramböck fügte hinzu, “die Stärke europäischer Unternehmen liege vor allem im B2B-Bereich und dort könne man mit Blockchain noch besser werden.”

Die österreichische Ministerin plane, die Blockchain-Technologie verstärkt in der öffentlichen Verwaltung einzusetzen, und habe erklärt, diese hätte das Potenzial, Geschäftsprozesse stark zu beschleunigen und zu vereinfachen. So “könnte in Österreich die Informationsweitergabe von Unternehmen an Ministerien vereinfacht werden.”

Im Juni 2018 hatte die österreichische Finanzmarktaufsicht bereits einige Vorschläge zur strengeren Regulierung von ICOs und Kryptowährungen gemacht, die von der Politik bislang nicht aufgegriffen wurden.