BaFin ordnet Abwicklung von Krypto-CFD-Broker FX Premium an

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat dem Unternehmen FX Premium das unerlaubt betriebene Kredit- und Depotgeschäft untersagt und dessen unverzügliche Abwicklung angeordnet, wie die BaFin am 5. Juni auf ihrer Webseite bekanntgab.

FX Premium biete ohne Genehmigung über die Webseite www.fx-premium.com Anlegern als Broker Investments mit Aktien, Devisen und Kryptowährungen an und betreibe darüber hinaus ebenfalls unerlaubt Finanzportfolioverwaltung. Anders als von FX Premium behauptet, verfüge der Anbieter keine BaFin-Lizenz.

Wie auf der immer noch erreichbaren Webseite zu lesen ist, bietet FX Premium den Handel von Differenzkontrakten (CFDs) für die Kryptowährungen Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin und Ripple an. Professionelle Trader können dabei sogar einen bis zu fünffachen Hebel für ihre Spekulationsgeschäfte mit Kryptowährungen nutzen.

FX Premium reiht sich in eine länger werdende Liste an durch die BaFin abgemahnte oder verbotene Anbieter ein. So ging die Finanzmarktaufsicht bereits gegen den aus Frankfurt operierenden Bitcoin-CfD-Anbieter CFDPremium, die aus Großbritannien operierende Takeda Partners LTD sowie die Krypto-Anbieter StellaMarkets und XtraderFX vor. In Deutschland sind CFD-Kontrakte mit einer Nachschusspflicht durch die BaFin bereits seit 2017 verboten. In Österreich sind Differenzgeschäfte (CFDs) mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen seit Ende Mai stark eingeschränkt.