Der weißrussische Generalstaatsanwalt warnt, dass Kryptowährungen zur Steuerhinterziehung genutzt werden könnten, wie das Nachrichtenportal TUT.by am 4. Juni berichtet.
Die entsprechenden Äußerungen machte Aleksandr Konyuk im Rahmen einer internationalen Konferenz der osteuropäischen Staatsanwaltschaften, die in diesem Jahr in Weißrussland abgehalten wird. Zu den Teilnehmern gehören Russland, Georgien, Moldawien, Polen, Kasachstan und Lettland.
Weißrussland ist eines der ersten Länder im europäischen Raum, das eine Gesetzgebung für Bitcoin und Kryptowährungen geschaffen hat, wodurch diese seit 2017 offiziell legalisiert sind.
Allerdings zeigte sich der Generalstaatsanwalt des Landes nun besorgt und meint, dass bei Kryptowährungen der „Bezug zur Cyberkriminalität offensichtlich ist“. Dahingehend erklärte Konyuk:
„Es haben sich viele neue Einsatzbereiche aufgetan, deshalb ist es notwendig, dass wir Bitcoin und Kryptowährungen weiterhin im Auge behalten. Sie werden auch zunehmend in unseren Alltag eintreten, so besteht bei Kryptowährungen zum Beispiel ein hohes Risiko der Steuerhinterziehung.“
Der Gedanke, dass Kryptowährungen eine tragende Rolle in der Cyberkriminalität spielen, wird immer wieder von Regierungsbehörden aufgeworfen. Kritiker verneinen allerdings, dass Krypto zur vorherrschenden Finanzierungsmethode unter den Kriminellen wird.
Nichtsdestotrotz zeigt sich Weißrusslands größte Bank immer noch an der Branche interessiert und plant wohl weiterhin, eine eigene Kryptobörse an den Start zu bringen.
Nachbar Russland, der enge Verbindungen nach Minsk pflegt, ist sich derzeit unschlüssig, wie mit Kryptowährungen verfahren werden soll.
Die russische Zentralbank hatte sich zuletzt gegen eine Legalisierung von Bitcoin und anderen Altcoins ausgesprochen, während ein Parlamentarier ähnliche Befürchtungen wie der weißrussische Generalstaatsanwalt geäußert hat.
Die Sberbank, Russlands größte Bank, hat unterdessen bekanntgegeben, ihr eigenes Krypto-Projekt zunächst auf Eis zu legen.
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