Bitcoin kann 5.300 US-Dollar knacken, traditionelle Anlageklassen legen ebenfalls zu

Montag, 8. April: Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) befinden sich weiterhin im Aufwind, während der Großteil der Top-20 Kryptowährungen in den roten Bereich abgerutscht ist.

Ontology (ONT) und Bitcoin Cash (BCH) müssen am heutigen Tag die stärksten Verluste unter den Top-20 hinnehmen, wobei sie jeweils um 7,6% bzw. 6,4% abgefallen sind, wie CoinMarketCap zeigt.

Market visualization from Coin360

Marktvisualisierung von Coin360

Marktführer Bitcoin konnte weiter nach oben klettern, wobei der Kurswert einen zwischenzeitlichen Höchstwert von 5.315 US-Dollar erzielte. Bei Redaktionsschluss hat die Kryptowährung insgesamt 0,4% hinzugewonnen, was den Kurs auf 5.171 US-Dollar schiebt. In den vergangenen 7 Tagen konnte Bitcoin sich um satte 24,4% aufschwingen, wodurch sogar mehrmonatige Höchststände erzielt wurden.

Bitcoin 24-hour price chart

Bitcoin 24-Stunden-Kursverlauf. Quelle: CoinMarketCap

Ethereum, der führende Altcoin, konnte heute unter den Top-20 Kryptowährungen den stärksten Gewinn einfahren. Ein Aufschwung von 5,3% drückt den Kurs auf 177 US-Dollar hoch, über die Woche wird damit ein kräftiger Zugewinn von 23,6% erzielt.

Wie Cointelegraph gestern berichtete, hat Tron (TRX) Gründer Justin Sun durchsickern lassen, dass seine Plattform noch vor Ende des Jahres eine Kooperation mit Ethereum eingehen wird.

Ethereum 24-hour price chart

Ethereum 24-Stunden-Kursverlauf. Quelle: CoinMarketCap

Ripple (XRP), die drittgrößte Kryptowährung, hat in den vergangenen 24 Stunden 2,3% verloren, wodurch deren Kurs auf 0,352 US-Dollar fällt. Nichtsdestotrotz kann der zweitgrößte Altcoin über die Woche um 12% zulegen.

Ripple 24-hour price chart

Ripple 24-Stunden-Kursverlauf. Quelle: CoinMarketCap

Die Gesamt-Marktkapitalisierung beläuft sich derzeit auf 179 Mrd. US-Dollar, das tägliche Handelsvolumen beträgt zuletzt 63 Mrd. US-Dollar.

Total market capitalization 7-day chart

Wochendiagramm der Gesamt-Marktkapitalisierung. Quelle: CoinMarketCap

In weiteren Meldungen zur Kryptobranche hat eine überparteiliche Gruppe südkoreanischer Parlamentarier die Regierung des Landes dazu aufgefordert, die Regulierungsvorschriften für Krypto und Blockchain zu lockern, da sie diese als zu konservativ und restriktiv bewerten.

Am 5. April hat der Bloomberg Analyst Mike McGlone derweil vermeldet, dass Bitcoin den stärksten Überverkauf seit Dezember 2017 erreicht hat. Damals hatte die führende Kryptowährung ein Rekordhoch erreicht, ein ähnlich starker Abschwung folgte auf dem Fuße. Für den jüngsten Aufschwung macht McGlone eine Preisverdichtung und geringe Volatilität verantwortlich, im Hinblick auf den momentanen Überverkauf erwartet er allerdings einen erneuten Abschwung.

Ran NeuNer, der Moderator der CNBC Sendung CryptoTrader, äußerte sich unterdessen kritisch, dass einige Journalisten Bitcoin weiterhin als Spekulationsblase bezeichnen. NeuNer argumentiert, dass es keine Spekulationsblasen geben würde, die zwei Mal platzen könnten. Durch den jüngsten Aufschwung gewinnt Bitcoin demnach also eine gewisse Legitimität, wie NeuNer impliziert. Eine Umfrage auf dem Cayman Alternative Investment Summit (CAIS) 2019 zeigt, dass viele Anleger trotzdem noch Bedenken haben, so sieht fast die Hälfte aller befragten Investoren Kryptowährungen als Spekulationsblase an.

Der amerikanische Aktienmarkt konnte sich ebenfalls aufschwingen, wobei der Dow Jones Industrial Average (DJIA) 0,15% zugelegt hat, während der S&P 500 (SPX) und der Nasdaq Composite (NASDAQ) jeweils um 0,5% bzw. 0,6% nach oben geklettert sind. Laut CNBC ist der Markt positiv gestimmt, da die großen US-Banken JP Morgan und Wells Fargo ihre neuesten Geschäftsberichte am kommenden Freitag veröffentlichen.

Die Ölmärkte erreichen einen Höchststand seit November 2018, was stark durch die gedrosselte Produktion der OPEC bedingt ist. Allerdings spielen auch die amerikanischen Sanktionen gegen den Iran und Venezuela eine wichtige Rolle, ähnlich wie die Kämpfe in Lybien, sowie die positive Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes. Die Rohölsorte Brent konnte dadurch um 0,4% ansteigen, während West Texas Intermediate (WTI) 0,3% zugelegt hat, wie Oilprice.com zeigt.

Die Goldpreise haben heute ein Wochenhoch erzielt, nachdem der US-Dollar durch das sinkende Lohnniveau in den USA heruntergezogen wurde. Spot-Gold ist um 0,8% gestiegen, was den Kurs auf 1.301 US-Dollar pro Unze anhebt, während Gold-Futures 0,9% zulegen konnten, was deren Kurs wiederum auf 1.307 US-Dollar hochzieht.