BitFunder-Gründer erklärt sich schuldig für Investorenbetrug und Datenfälschung

Der Operator der inzwischen abgeschalteten Bitcoin-(BTC)-Börse BitFunder hat sich in der Bundesanklage auf Behinderung der Justiz und Wertpapier-Betrug für schuldig erklärt, wie Reuters am 23. Juli berichtete.

Laut der Staatsanwaltschaft bekannte sich der 37-jährige Jon Montroll, der auch als Ukyo bekannt ist, schuldig, die Rechtsarbeiten der Behörden behindert zu haben. Er gab auch zu, dass er der US-amerikanischen Wertpapier und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) falsche Kontoauszüge vorgelegte, als diese den gefälschten 6.000-BTC-Hackangriff auf BitFunder im Jahr 2013 untersuchte.

Montroll, welcher aus Saginaw in Texas stammt, betrieb BitFunder, eine Plattform, auf der Benutzer virtuelle Aktien von Unternehmen für Bitcoins kaufen und tauschen konnten, Bitcoin exchange und die Depotlösung WeExchange Australia Pty Ltd. Montroll nahm wohl die Bitcoins der WeExchange-Nutzer und verkaufte diese im Austausch gegen Fiat-Währungen, welche er dann zum eigenen Vergnügen ausgab.

im Juli 2013 begann Montroll, Investitionsmöglichkeiten in ein Wertpapier anzubieten, das er Ukyo.Loan nannte und welches tägliche Zinsen und einen einfachen Auslöseprozess versprach. Nach dem 6.000-BTC-Hack war Montroll jedoch nicht in der Lage, seine Schulden an Ukyo.Loan-Investoren oder Klienten von WeExchange oder BitFunder zurückzubezahlen. Montroll versuchte weiterhin Investitionen einzufahren, ohne Informationen über den Hack preiszugeben.

Im Februar reichten die SEC und das US-Justizministerium dann offiziell die Anklage gegen Montroll ein, in welcher sie ihm vorwarfen, eine nicht registrierte Wertpapierbörse zu betreiben, die ihre Nutzer betrogen und "falsche und irreführende Aussagen im Zusammenhang mit ein nicht registriertes Angebot von Wertpapieren" gemacht hat. Die vermeintliche Cyberattacke führte zu dem Verlust von 6.000 BTC, die damals einen Wert von rund 615.000 Euro (720.000 US-Dollar) hatten und heute knapp 38,5 Mio. Euro (45 US-Dollar) wert wären.

Anfang des Monats berichtete Cointelegraph, dass der ehemalige Operator der Krypto-Börse BTC-e, Alexander Vinnik, von einem griechischen Gericht nach Frankreich ausgeliefert wird. Vinnik, der auch als "Mr. Bitcoin" bekannt ist, wurde 2017 von den US-amerikanischen Autoritäten wegen Betrug und Geldwäsche über knapp 3,4 Mio. Euro in Bitcoin angeklagt.