Huobi Derivatemarkt knackt tägliches Handelsvolumen von 1 Mrd. US-Dollar

Das tägliche Handelsvolumen des Huobi Derivatemarktes (DM) hat die Schallmauer von 1 Mrd. US-Dollar durchbrochen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, die Cointelegraph am 27. Dezember zugespielt wurde.

Huobi Global, der Betreiber der weltweit drittgrößten Kryptobörse, hat den Huobi Derivatemarkt vergangenen Monat eröffnet. Auf der neuen Handelsplattform können Anleger Kontrakte auf steigende und fallende Krypto-Währungskurse (Bitcoin und Ethereum) handeln, wodurch Arbitrage, Spekulation und Hedging ermöglicht wird.

Nachdem am 25. Dezember wohl ein tägliches Handelsvolumen von mehr als 1 Mrd. US-Dollar geknackt werden konnte, will Huobi DM das Angebot nun um den Altcoin EOS erweitern. Laut eigenen Aussagen hilft die Plattform den Marktteilnehmern, Risiken und Unsicherheiten besser kontrollieren zu können, indem Preisobergrenzen festgesetzt werden und Überwachungs-Tools genutzt werden, über die Kontrakte und Preisindizes in Echtzeit eingesehen werden können.

Livio Weng, Geschäftsführer von Huobi Global, betont, dass sich das Produktangebot an Anleger richtet, die Risiko und Volatilität der momentanen Marktlage scheuen. Das Unternehmen gibt an, dass es am 25. Dezember besonders starke Handelsaktivität, sowohl auf der neuen Plattform Huobi DM als auch auf der Huobi Kryptobörse, gegeben hat. Zusammengerechnet soll dabei ein tägliches Handelsvolumen von mehr als 2 Mrd. US-Dollar verzeichnet worden sein.

Die Markteinführung von Huobi DM kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Handelsvolumen auf vielen Kryptobörsen im Sinkflug sind.

Wie eine aktuelle Studie der Krypto-Forscher von Diar zeigt, liegt auf acht untersuchten Kryptobörsen, darunter — Binance, OKex, Huobi, Bitfinex, Kraken, Poloniex, Bittrex und HitBTC — das Handelsvolumen von 60% der notierten Kryptowährungen niedriger als noch im Januar 2018. Mehr als ein Fünftel der Coins kamen sogar auf weniger als 90% ihres Ausgangswertes im besagten Zeitraum.

Des Weiteren steht der Wahrheitsgehalt von berichteten Handelsvolumen zurzeit im Mittelpunkt einer Kontroverse.   

Eine Studie des Instituts für Blockchain-Transparenz (BTI) hat ergeben, dass die Mehrzahl der auf CoinMarketCap (CMC) notierten Bitcoin-Währungspaare künstlich erhöhte Handelsvolumen aufweisen. In diesem Zusammenhang gab es Beweise für entsprechende Manipulationstechniken wie sogenanntes „Wash-Trading“. Neben Huobi waren hiervon auch die Kryptobörsen HitBTC, OKEx und Bithumb betroffen.

CoinMarketCap reagierte schon im Sommer auf etwaige Bedenken hinsichtlich verzerrter Statistiken der Handelsvolumen und implementierte dementsprechend umfassende Änderungen bei der Berechnung.