Eine Wallet mit der Bezeichung "Deutsche Regierung (BKA)" hat weitere Bitcoin im Wert von 52 Millionen US-Dollar verkauft und damit den Verdacht weiter erhärtet, dass die Regierung ihre großen BTC-Bestände verkauft.

Die Wallet transferierte am 2. Juli 832,7 Bitcoin in vier einzelnen Transaktionen.

Die Wallet schickte 100 BTC an Coinbase, 150 BTC an Bitstamp und 32,74 BTC an Kraken, laut Daten von Arkham Intelligence.

BKA BTC-Transaktionen. Quelle: Arkham Intelligence

Der Löwenanteil, nämlich 550 BTC im Wert von über 32 Millionen US-Dollar, wurde an die Wallet "139Po" geschickt, die nicht bekannt ist, aber schon früher Gelder von der deutschen Regierung erhalten hat, darunter 500 BTC am 25. Juni und 800 BTC am 20. Juni.

Die Verfolgung des Verkaufsverhaltens von Wallets mit großen Bitcoin-Beständen kann Anlegern wertvolle Hinweise auf den Bitcoin-Kurs geben, da große Verkaufsorders mehr Abwärtsdruck auf den Kurs erzeugen können.

Deutsche Regierung könnte mehr Verkaufsdruck auf Bitcoin ausüben

Das BKA-Wallet, die über 43.850 BTC im Wert von über 2,75 Milliarden US-Dollar hält, könnte den Bitcoin-Kurs unter weiteren potenziellen Verkaufsdruck setzen.

Der Bitcoin-Kurs befindet sich seit Anfang Juni in einem Abwärtstrend und ist im vergangenen Monat um über 7,3 Prozent gefallen. BTC fand am 24. Juni ein lokales Tief über der 58.450 US-Dollar und kletterte laut Bitstamp-Daten dann wieder über die Marke von 62.000 US-Dollar.

BTC/USD 1-Monats-Chart. Quelle: TradingView

Bitcoin hat bei der Marke von 61.500 US-Dollar eine wichtige Unterstützung gefunden. Fällt der Kurs unter diese Marke würde das jedoch laut Coinglass-Daten über alle Börsen hinweg gehebelte Long-Positionen im Wert von insgesamt über 1 Mrd. US-Dollar auflösen.

Bitcoin Liquidation Chart. Quelle: Coinglass

Verkauft die deutsche Regierung aktiv BTC?

Abgesehen von der größten Überweisung im Wert von 32 Millionen US-Dollar wurde der Rest der Bitcoin an zentralisierte Börsen transferiert, was darauf hindeutet, dass die deutsche Regierung möglicherweise versucht, ihre Bitcoin zu verkaufen.

Cointelegraph hat das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) um einen Kommentar gebeten.

Die Wallet weckte erstmals am 19. Juni den Verdacht auf mögliche Bitcoin-Verkäufe. Damals hat sie einen Transfer von 6.500 BTC im Wert von über 425 Millionen US-Dollar durchgeführt.

Vor der Überweisung befanden sich seit Februar 2024 fast 50.000 BTC in der Wallet. Es wird vermutet, dass das Geld vom Betreiber der Piraterie-Webseite Movie2k beschlagnahmt wurde.

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