US-Abgeordneter fordert Kongress zur Regulierung des Kryptomarktes auf

Der Kongressabgeordnete Bill Huizenga hat den U.S. Kongress aufgefordert sich der Regulierung des Kryptomarkts zuzuwenden, diese Forderung sprach er in einem Interview mit Bloomberg am 27. Juli aus. Huizenga verlangt mehr Aufsichtsbemühungen im Bezug auf die „schwammigen und undurchsichtigen“ Initial Coin Offerings (ICOs) und den Markt für digitale Wertanlagen.

Huizenga fordert, dass der Kongress die Finanzregulatoren, wie zum Beispiel die Börsenaufsicht (SEC) oder die Behörde für Options- und Termingeschäfte (CFTC), in ihrem Vorgehen ermächtigt, um den Kryptomarkt in Einklang mit den Vorschriften und Regeln der Finanzmärkte zu bringen. 

Laut Huizenga soll auf die Krypto-Regulierung besonderes Augenmerk gelegt werden, damit Investoren in ICOs und Kryptowährungen geschützt sind und einen gewissen Grad an Transparenz haben.  

Der Republikaner aus Michigan meint, dass die Gesetzgeber beider Parteien noch keinerlei Übereinkunft zur Art und Weise der Regulierung von Kryptomärkten getroffen haben, obwohl Einigkeit besteht, dass es Handlungsbedarf gibt.

Die größte Herausforderung in diesem Kontext ist die Frage nach der Klassifizierung von Digitalwährungen. Huizenga verbildlicht dies sarkastisch: „Jeder versucht zu bestimmen, ob es Fisch oder Fleisch ist. Wahrscheinlich stellt sich am Ende heraus, dass es gar ein Schnabeltier ist. Es ist eine unbekannte Größe, ein Zwischending. Wie geht man mit so etwas um?“

Der Kongressabgeordnete schließt sich dabei den Äußerungen von Mike Lempres, Leiter der Rechtsabteilung von Coinbase, an, der darauf hinweist, dass die Finanzaufsichten die digitalen Münzen im Lichte der jeweiligen Behörde sehen. So sieht die SEC Kryptowährungen als Wertpapier an, während die CFTC diese als Rohstoff klassifiziert. Andere Institutionen wie FinCEN und das U.S.-Finanzamt (IRS) bezeichnen Kryptowährungen wiederum als Geld bzw. als Sachanlage.

Huizenga ist Mitglied des Komitees für Finanzdienstleistungen und Vorsitzender des Unterkomitees für Kapitalmärkte, Wertpapiere und Investitionsgüter. Laut Bloomberg könnte er im Rennen um den Vorsitz des Komitees für Finanzdienstleistungen sein, vorausgesetzt, die Republikaner können die Mehrheit im Repräsentantenhaus nach den kommenden Wahlen halten.  

Letzten Monat meinte Warren Davidson, Repräsentant vom Bundesstaat Ohio, dass der ICO-Markt „sanfte“ Regulierung bräuchte, damit Investoren mehr Klarheit haben, aber gleichzeitig vermieden wird, dass die Innovationskraft unter zu strengen Auflagen leidet.

Vor Kurzem hat Hester M. Peirce, Kommissarin der amerikanischen Börsenaufsicht, eine Mitteilung von offiziellem Dissens verfasst. In dieser nimmt sie Bezug auf die jüngste Entscheidung der Behörde, diese hatte zuvor einen Antrag der Bats BZX Exchange Inc. auf Herausgabe eines börsennotierten Bitcoin-Fonds (ETF) abgelehnt.