Robby Schwertner & Blockchain-Influencer

Kategorie

Aufklärung

person-quote
Krypto-Adoption im Jahr 2022 lässt sich durch ein Wort beschreiben: “Katastrophe”.

Robby Schwertner, auch bekannt als „CryptoRobby“, ist Experte für Blockchain- und Web3-Technologien. Er schreibt regelmäßig zu Themen rund um Kryptowährungen, Web3 und Blockchain. Darüber hinaus berät Schwertner Unternehmen und NGOs beim Einsatz der Blockchain-Technologie und ist häufig Sprecher auf internationalen Konferenzen, zum Beispiel im britischen Parlament, OECD, beim WEF-Davos und bei TedX Talks.

Welche Ereignisse 2022 waren wichtig für die Krypto- und Blockchain-Adoption?

“Krypto-Adoption im Jahr 2022 lässt sich durch ein Wort beschreiben: “Katastrophe”. Der Crash der Blockchain Terra (LUNA) leitete die Serie an Negativschlagzeilen am Kryptomarkt ein, die zu starken Kursstürzen von Bitcoin & Co. führten. Zahlreiche Kryptobörsen wie Coinbase, Kraken, Bitpanda entließen massiv Personal, um Kosten zu sparen und sich auf das schwierige Marktumfeld einzustellen. Zusätzlich belasteten den Kryptomarkt der Krieg in der Ukraine und die Coronavirus-Situation in China. Der Konkurs der Kryptobörse FTX war der letzte Hiobsbotschaft, die den Markt beutelte und vielen Krypto-Jüngern die Volatilität digitaler Währungen vor Augen führte. Der entschlossene Kampf der Zentralbanken gegen Inflation setzte vor allem Bitcoin zu. Dies ist auch ein Lichtblick, denn Bitcoin hat sich damit kurioserweise als digitales Gold und Inflationsschutz erwiesen und wird zunehmend als sicherer Hafen bei Geldentwertung von Fiatgeld wahrgenommen.

Ein Ausblick auf das Krypto-Jahr 2023:

  1. Zunehmende Akzeptanz im Mainstream: Da die Technologie, die hinter Blockchain und Kryptowährungen steht, immer ausgereifter wird, ist es wahrscheinlich, dass wir eine zunehmende Akzeptanz durch etablierte Unternehmen und Verbraucher trotz aller Rückschläge erleben werden. Dies wird die Einführung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel durch größere Handelsplattformen sowie die Nutzung der Blockchain-Technologie für das Lieferkettenmanagement und andere Geschäftsprozesse umfassen.

  2. Regulatorische Klarheit: Viele Länder entwickeln Vorschriften für den Bereich Blockchain und Kryptowährungen. Im Jahr 2023 trägt diese Klarheit dazu bei, das Vertrauen in die Branche zu stärken und die weitere Einführung zu fördern.

  3. Wachstum des dezentralen Finanzwesens (DeFi): Der DeFi-Bereich, der sich auf dezentrale Finanzanwendungen auf Basis der Blockchain-Technologie bezieht, hat in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum verzeichnet, allerdings auch heftige Rücksetzer erleben müssen, zum Beispiel rund um den Crash von Terra (LUNA). Im Jahr 2023 wird sich dieser Trend wahrscheinlich fortsetzen, da mehr DeFi-Plattformen und -Produkte entwickelt und eingeführt werden.

  4. Einführung von Web3: Web3-Technologien wie dezentrale Anwendungen (dApps) und dezentrale Speicherlösungen werden im Jahr 2023 wahrscheinlich verstärkt eingesetzt werden. In dem Maße, wie die Technologie reift und immer mehr Menschen die Vorteile der Dezentralisierung erkennen, werden möglicherweise mehr dApps und dezentralisierte Dienste entwickelt und genutzt.

  5. Innovation: Die Blockchain- und Kryptowährungsbranche ist für ihr hohes Innovationstempo bekannt, und dies wird sich wahrscheinlich auch 2023 fortsetzen. Es werden wahrscheinlich neue Technologien und Anwendungen entstehen, und es ist wichtig, diese Entwicklungen im Auge zu behalten, um mit den neuesten Trends in der Branche Schritt zu halten. Venture Capitalists und Token Funds, zum Beispiel Smape, investieren zunehmend in Web3-Startups und Token von innovativen Blockchain Ventures.

Der Kryptomarkt wird sich in 2023 allerdings nicht erholen. Im Gegenteil sind weitere Rücksetzer und Crashs vorprogrammiert. Bitcoin kann bis auf 14.000 oder sogar 10.000 Euro fallen. Der Boden könnte 2023 erreicht werden. Für 2024 erwarte ich dann eine Erholungsphase, wenn die Marktbereinigung abgeschlossen ist und neue Anwendungen für Web3 und Kryptowährungen entstehen.”