Circle entlässt 10% der Belegschaft, macht Krypto-Regulierung der USA verantwortlich
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Der Geschäftsführer des Krypto-Zahlungsdienstleisters Circle hat die schwierige gesetzliche Lage in den USA für die jüngsten Entlassungen seiner Firma verantwortlich gemacht. Wie er am 21. Mai auf Twitter gemeldet hat, wurden 30 Mitarbeiter gekündigt.

Nachdem Circle CEO Jeremy Allaire sich gestern über die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Kryptowährungen beschwert hatte, gibt er nun an, dass sich die Geschäftsführung des Unternehmens dazu gezwungen sah, 10% der Belegschaft zu entlassen.

„Heute haben wir eine interne Umstrukturierung vorgenommen, bei der ungefähr 30 Stellen gestrichen wurden, dies entspricht ca. 10% der Circle Belegschaft“, wie Allaire schreibt. Und weiter:

„Diese Umstrukturierungen mussten wir im Zuge schwieriger werdender Marktbedingungen vornehmen, allen voran durch eine zunehmend restriktive Regulierung in den USA.“

Wie Cointelegraph gestern berichtete, bemängelt Allaire, dass die USA weiterhin ein gesetzlicher Flickenteppich ist und noch keine eindeutige, bundesweite Linie für die Regulierung der Kryptobranche entwickelt hat.

Die entsprechenden Äußerungen hatte er zuvor getätigt, um zu erklären, weshalb Circle auf der firmeneigenen Kryptobörse Poloniex mehrere Kryptowährungen für US-Kunden unzugänglich gemacht hat.

Im Zuge der jüngsten Entlassungen unterstreicht Allaire allerdings explizit, dass es Circle weiterhin wirtschaftlich gut geht.

„Circle ist wirtschaftlich immer noch stark und wird weiterhin daran arbeiten, Innovation und Wachstum voranzutreiben. Wir werden uns weltweit aufstellen, um in Regionen mit einer förderlichen Gesetzeslage zu expandieren, während wir in den USA weiter auf eine bessere Ausgestaltung der Krypto-Regulierung pochen werden“, wie er im Wortlaut angibt.

Wie das Krypto-Nachrichtenportal The Block berichtet, hat Circle das angestrebte Ziel von 250 Mio. US-Dollar Investitionskapital zuletzt um 40% zurückgefahren.

Circle ist nicht das einzige Krypto-Unternehmen, das durch die schlechte Marktlage der vergangenen Monate in Probleme geraten ist.

Wie Cointelegraph in mehreren Fällen berichtet hatte, mussten auch der Mining-Konzern Bitmain, Blockchain-Startup ConsenSys und Kryptobörse Huobi Teile ihrer Belegschaft reduzieren.

Zuletzt haben sich die Kryptomärkte aber wieder schwungvoll erholt, wodurch Bitcoin (BTC) mittlerweile wieder bis auf 8.000 US-Dollar angestiegen ist. Dies sollte mittelfristig zu einer Stärkung der gesamten Branche führen.