Rumänien: Gründer der Kryptobörse Coinflux soll an US-Justizbehörden ausgeliefert werden

Nistor Vlad Călin, Gründer der rumänischen Kryptobörse Coinflux, soll an die amerikanischen Justizbehörden ausgeliefert werden, wie der Nachrichtendienst Mediafax am 4. Januar meldet.

Wie Cointelegraph im vergangenen Dezember berichtet hatte, wurde Călin zuvor auf Gesuch der USA festgenommen, da ihm organisierte Kriminalität, Geldwäsche und Betrug im Rahmen seiner Kryptobörse vorgeworfen werden.

Ein Mitarbeiter des amerikanischen Secret Service (Behörde, die u.a. Finanzkriminalität bekämpft) will ermittelt haben, dass Călin in Geldwäsche verwickelt ist, die mit illegalen Aktivitäten auf US-Boden zusammenhängen, weshalb die Amerikaner sich zuständig sahen.

Laut Mediafax ist Anatol Pânzaru, der Anwalt von Călin, vor das Berufungsgericht in Bukarest gezogen, da die im Auslieferungsabkommen zwischen den USA und Rumänien formulierten Bestimmungen in diesem Fall nicht erfüllt sein sollen.

Des Weiteren argumentiert Pânzaru, dass sein Mandant nicht wissen konnte, ob und wie die betroffenen Krypto-Guthaben mit illegalen Aktivitäten in Verbindung standen. Dementsprechend fordert er das Gericht auf, den Auslieferungsantrag aufzuheben.

Im Dezember hatte Cointelegraph berichtet, dass das Oberste Gericht in Griechenland der Auslieferung von Alexander Vinnik nach Frankreich zugestimmt hat, der als Betreiber der ehemaligen Kryptobörse BTC-e gilt. Diesem wird ebenfalls Geldwäsche zur Last gelegt.

Vinnik wurde im Juli 2017 in Griechenland festgenommen, nachdem ihm zuvor vorgeworfen wurde, dass er innerhalb von 6 Jahren 4 Mrd. US-Dollar in Bitcoin (BTC) gewaschen haben soll.