Niederlande: Polizei verhaftet CEO einer Kryptofirma wegen Millionenbetrug

Dieser Artikel wurde aktualisiert. Die Summe in diesem Betrugsfall wurde korrigiert, nachdem in der englischen Version eines niederländischen Artikels zu diesem Thema eine falsche genannt wurde.

Die niederländische Polizei hat einen ehemaligen Unternehmer wegen Betrugs verhaftet, der laut dieser Investoren mit einer gefälschten Bitcoin (BTC)-Mining-Aktion um 23 Mio. Euro betrogen habe, so die niederländische Tageszeitung De Gelderlander am 21. Mai.

Berichten zufolge soll Barry van Mourik zuvor eine weitere Kryptowährungsfirma geleitet haben, die ebenfalls unter Verdacht stand. Er soll Kunden betrogen haben indem er ihnen vortäuschte, sie könnten mit Bitcoin-Mining Geld verdienen.

Van Mourik gab sich als Betreiber einer Mining-Farm aus und nahm Kundengelder an. Dafür soll er anstelle von Mining-Ausrüstung das Geld für Luxusgegenstände ausgegeben haben.

Der Skandal um den 33-Jährigen begann bereits im Jahr 2018, als frustrierte Kunden seines anderen Unternehmens namens Koinz Trading eine Klage einreichten, nachdem er seine Versprechen ihnen gegenüber nicht hielt.

Kryptobetrug im großen Stil

Die Polizei machte im November eine Razzia in van Mouriks Haus und beschlagnahmte Luxusgegenstände. Koinz Trading meldete im Februar dieses Jahres Insolvenz an.

Insgesamt seien nun für die zum Mining erforderlichen Computerkomponenten über 100 Mio. Euro investiert worden. Van Mourik soll dabei rund 2 Mio. Euro verdient haben.

Wie Cointelegraph berichtete, leidet die Kryptowährungsbranche weiterhin unter Kriminellen, die nichtsahnende und unerfahrene potenzielle Investoren ins Visier nehmen.

Im Februar gelang es einem thailändischen Betrüger, von 140 Personen umgerechnet rund 1,2 Mio. Euro zu ergaunern.

Groß angelegte Betrügereien, die sich nicht nur auf das Minig beschränken, gibt es auch weiterhin. Das bulgarische Unternehmen OneCoin soll umgerechnet rund 3,6 Mrd. Euro verdient haben, bevor dem Betrug im April ein Ende gemacht wurde. Indessen soll im Juli das Unternehmen BitConnect wiederkommen, das für ein Ponzi-Schema berüchtigt war, das im Januar 2018 spektakulär in sich zusammenfiel.