Tether (USDT), der am meisten genutzte Stablecoin, hat ein neues Rekordhoch im Hinblick auf sein tägliches Transaktionsvolumen erreicht. Dies geht aus den Daten von Coin Metrics hervor.

So klettert die Anzahl der mit Tether getätigten Transaktionen am 31. März auf einen Höchstwert von 38.150, ein neuer Meilenstein für den marktführenden Stablecoin, der 2015 an den Start gegangen ist.

TäglichesTether Transaktionsvolumen seit Einführung. Quelle: Coin Metrics

Bei Redaktionsschluss verzeichnet Tether das zweitgrößte tägliche Handelsvolumen aller Kryptowährungen, das insgesamt 9,4 Mrd. US-Dollar ausmacht, wohingegen Bitcoin mit 10,2 Mrd. US-Dollar an der Spitze steht. Das tägliche Handelsvolumen darf jedoch nicht mit dem täglichen Transaktionsvolumen verwechselt werden, obwohl es einen Zusammenhang zwischen den beiden Kennzahlen gibt. In letzterer Kategorie hat Tether heute seinen eigenen Rekord geknackt.

In der Krypto-Community genießt Tether allerdings einen zwiespältigen Ruf, da dem Stablecoin vorgeworfen wird, im Jahr 2017 den Bitcoin-Kurs manipuliert und somit für dessen Rekordhochs gesorgt zu haben. Krypto-Unternehmer Michael Novogratz kritisiert den Stablecoin außerdem wegen seinem Mangel an Transparenz.

Zunächst wurde behauptet, dass Tether im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar angebunden ist, jedoch gehen Experten inzwischen davon aus, dass ein sogenanntes Teilreserve-System vorliegt, da mehr Token ausgegeben werden als sich tatsächlicher Gegenwert im Besitz der Firma befindet. Auf Grund einer Anordnung durch die amerikanischen Aufsichtsbehörden musste Tether sich allerdings einer unabhängigen Wirtschaftsprüfung unterziehen, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass eine ausreichende Abdeckung an US-Dollar vorliegt. Die Zahlen der Prüfung wurden jedoch nicht öffentlich gemacht.

Mitte März hat Tether in den sozialen Netzwerken erneut hohe Wellen geschlagen, nachdem einige Nutzer bemerkt hatten, dass auf der Webseite des Stablecoins mittlerweile angegeben ist, dass dieser nicht vollständig in US-Dollar abgesichert ist, sondern zum Teil durch andere Vermögenswerte, darunter auch Forderungen, die das Unternehmen gegenüber Dritten offen hat. Dies birgt allerdings das Risiko eines Forderungsverlustes.

Stablecoins gewinnen zunehmend an Beliebtheit, so hat zum Beispiel die Universal Protocol Alliance kürzlich angekündigt, im April einen an den Euro angebundenen Stablecoin auf den Markt zu bringen.

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