CEO des japanischen Finanzgiganten SBI als Ripple Labs Manager ernannt

Disclaimer. Dieser Artikel wurde um Kommentare von Yoshitaka Kitao während der Telefonkonferenz für Finanzergebnisse erweitert.

Yoshitaka Kitao, CEO und Representative Director des japanischen Finanzdienstleistungsgiganten SBI Holdings, wurde zum leitenden Angestellten von Ripple Labs Inc. ernannt, berichtet Cointelegraph Japan am 26. April.

Wie bereits berichtet, ist SBI Holdings über ihr Joint Venture „SBI Ripple Asia“ ein aktiver Partner von Ripple . Das Joint Venture wurde 2016 gegründet, um die Nutzung von XRP in den asiatischen Finanzmärkten zu fördern.

In der offiziellen Ankündigung von SBI heißt es, dass Kitaos Ernennung zu seiner neuen Führungsrolle bei Ripple Labs darauf abzielen wird, "die Blockchain- und Digital Asset-Nutzung bei Finanzinstituten in Japan und Asien weiter zu fördern und Finanzdienstleistungen mit hohem Kundennutzen zu entwickeln."

Während einer Telefonkonferenz sagte Kitao, dass Ripple eine Digital Asset-Version von Swift anstreben sollte, wie Cointelegraph Japan berichtet. Er weist darauf hin, dass RippleNet das Ziel haben sollte, 10.000 Kunden zu haben, anstatt die aktuellen 200.

Cointelegraph Japan schreibt darüber hinaus, dass Kitao glaubt, dass die US-Aufsichtsbehörden nicht beurteilen können, wo XRP für die nächsten drei bis fünf Jahre ein Wertpapiert darstellt.

Im Oktober 2018 starteten SBI und Ripple die auf Konsumenten ausgerichtete, XRP basierende Zahlungsanwendung MoneyTap, die die Blockchain-Lösung xCurrent von Ripple verwendet, um inländische Bank-zu-Bank-Überweisungen in Echtzeit zu ermöglichen.

Das bestreben von MoneyTrap ist es, ein Konsortium von 61 japanischen Banken – das entspricht mehr als 80% des gesamten japanischen Bankenlandschaft – an dem Service teilnehmen zu lassen und erhielt im März Investitionen von 13 lokalen Banken.

Wie Cointelegraph Japan heute feststellt, stimmt die Ernennung von Kitao angeblich mit dem Bestreben überein, eine Annäherung zwischen Ripple und dem Konsortium R3 von Enterprise Blockchain zu schaffen.

Wie bereits berichtet, hat Kitao öffentlich die Vorteile von Ripple und R3 befürwortet, wobei letzterer SBI als Mitglied und als größter außenstehender Aktionär gilt.

Nachdem die Rechtsstreitigkeiten zwischen R3 und Ripple im Herbst 2018 beigelegt worden waren, behauptete Kitao im Februar, er habe die beiden ehemaligen vermeintlichen Rivalen zur Zusammenarbeit bei einem Joint Venture ermutigt und sei hinsichtlich der möglichen Auswirkungen von „Corda Settler“ optimistisch. Corda Settler ist die universelle Zahlungsabwicklungsplattform von R3, die XRP als erste unterstützte Krypto-Lösung im Dezember enthüllte.  

Im Januar dieses Jahres veröffentlichte SBI seinen Neunmonatsbericht, in dem die Implementierung von R3- und Ripple-Technologien als wesentlicher Bestandteil seiner Strategie identifiziert wurde.

In den letzten Jahren verfolgte SBI mehrere Aktivitäten im Krypto-Sektor, einschließlich seiner eigenen Börse – Vctrade – sowie einer Reihe von Investitionen in Unternehmen, die Krypto-Infrastruktur und -Dienstleistungen entwickeln.

Anfang des Monats gab das japanische Krypto-Startup FXCoin bekannt, dass es eine Fremdzuteilung von Anteilen an SBI Holdings vorgenommen hatte, was dazu beitrug, dass das Startup eine Kryptobörse in diesem Land gründen wollte.