Nur noch 6 Krypto-Firmen auf Forbes Fintech-Liste vertreten

In der neuen Forbes Liste „Fintech 50“, die die einflussreichsten Firmen der Finanztechnologie für das Jahr 2019 aufführt, sind nur noch sechs Blockchain-Unternehmen vertreten, also nur noch halb so viele wie im Jahr 2018. Die neue Rangliste wurde am 4. Februar veröffentlicht.

Auf der „Fintech 50” Liste von 2018 waren insgesamt 11 Krypto- und Blockchain-Firmen vertreten, was sich im neuen Jahr scheinbar drastisch verringert hat.

In der einführenden Erklärung zur Liste weist Forbes darauf hin, dass „die Kryptowährungskurse im Jahr 2018 zwar eingebrochen sind, die Fintech-Investitionen insgesamt jedoch erhöht waren“, was wiederum dazu führt, dass „die großen Fintech-Firmen weiterhin wachsen“. Außerdem heißt es, dass 20 der aufgeführten Startups neu auf der Liste sind.

Auf der Liste gibt es eine eigene Kategorie für „Krypto & Blockchain“, allerdings ist die Blockchain-Firma Axoni in der Kategorie „Wall Street“ eingetragen, was für deren Erfolg spricht.

Laut Forbes setzt das Unternehmen „Blockchain-basierte Smart Contracts ein, um die Infrastruktur hinter den weltgrößten Kapitalmärkten zu optimieren“. Axoni wendet auch Distributed-Ledger-Technologie an, damit verbundene Netzwerk-Teilnehmer in Echtzeit auf Daten und Zahlen zugreifen können.

Wie Cointelegraph im vergangenen August berichtet hatte, konnte das Unternehmen 32 Mio. US-Dollar Investitionskapital von großen Wall Street Firmen wie Goldman Sachs einsammeln.

Bitfury, ein Unternehmen, das auf die Entwicklung von Blockchain-Software für Bitcoin (BTC) spezialisiert ist, ist ebenfalls auf der Rangliste vertreten.

Der Krypto-Zahlungsdienst Circle hat es ebenfalls in die Liste geschafft. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen seinen USDC Stablecoin herausgebracht, diesen Januar hat eine Wirtschaftsprüfung dann ergeben, dass der Stablecoin nachweislich mit ausreichenden Reserven gedeckt ist.

Die Kryptobörse Coinbase konnte sich ebenfalls einen Platz im Ranking sichern, nachdem die Firma im vergangenen Jahr zunehmend auf institutionelle Investoren abgezielt hatte. Im Juli wurde eine Depot-Dienstleistung für Digitale Vermögenswerte eingeführt, im November hat Coinbase dann die OTC-Geschäfte (außerbörslicher Handel) für institutionelle Kunden gestartet.

Mit Gemini ist auch die Kryptobörse der Winklevoss-Zwillinge aufgeführt, die beiden Gründer hatten zuletzt bekräftigt, dass sie weiterhin auf einen Bitcoin-ETF (Indexfonds) setzen, denn ihrer Meinung nach „ist Bitcoin höchstwahrscheinlich der langfristige Sieger.“

Unter den Top-50 befindet sich auch Ripple, das Unternehmen hinter der drittgrößten Kryptowährung XRP, dessen Potenzial im Bereich der Rücküberweisungen zuletzt vom japanischen Konzern SBI Holdings erkannt wurde. Dieser hatte Ripple in einem Finanzbericht explizit als möglichen Teil der eigenen Fintech-Strategie erwähnt.

Ein weiteres gelistetes Unternehmen, das zwar nicht direkt als Krypto-Firma zählt, ist Robinhood. Auf der digitalen Börse können verschiedene Vermögenswerte gehandelt werden, darunter auch Kryptowährungen.

Wie Cointelegraph im Januar berichtet hatte, konnte Robinhood sich eine sogenannte BitLicense sichern, die den digitalen Handel im amerikanischen Bundesstaat New York erlaubt.